Gelungenes Adventskonzert
Konzert in Sankt Jakobus / Viel Applaus für die Akteure
Reinhardsachsen. Barocke Trompetenmusik aus dem England des frühen 18. Jahrhunderts von Purcell und Clarke: welche Musik könnte sich besser eignen, um ein Adventskonzert zu eröffnen. In Sankt Jakobus in Reinhardsachsen, in der Kirche die in eben dieser Zeit entstanden ist, begleitet von einer Orgel, die glücklicherweise aus derselben Zeit fast originalgetreu erhalten geblieben ist, waren die Stücke zu hören. Und auch mit dem folgendem Stück blieb man in der Zeit. Andreas Hammerschmidt gehört zu den bedeutendsten Kirchenkomponisten des 17. Jahrhunderts. Mit seiner Motette "Macht die Tore weit" eröffnete die Chorgemeinschaft Glashofen gesanglich das Adventskonzert, begleitet wurde der Chor auf der Trompete von Uwe Berberich und Holger Dörr, auf der Orgel von Thorsten Schmitt und auf dem Keyboard von Jürgen Miko.
Nach der musikalischen Eröffnung hießen Pater Clemens und Ortsvorsteher Bernhard Sauer die Besucher willkommen. Beide bedankten sich bei den "Young musicians" und dem Gemeinschaftschor Glashofen für die Veranstaltung des Adventskonzertes und die vielen Helfer hinter und vor den Kulissen.
Von Gregor Linssen folgte aus seiner Messe "Licht vom Licht" das Stück "Ein Licht in dir geborgen". Im folgenden Stück "Herr das Licht deiner Liebe leuchtet auf" wird der Vergleich der Kraft des Lichtes und der Kraft Gottes besungen, vorgetragen von den "Young musicians". Es folgte die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Bernhard Trabold mit zwei Lob- und Dankesliedern "des Herrn und Gott, dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter" in dem gleichnamigen Stück von Johann Stobäus mit einem Satz von Paul Kickstatt.
Die sechs Suiten für Violoncello solo (BWV 1007-1012) von Johann Sebastian Bach gehören zur meistgespielten und schwierigsten Solo-Literatur für Cello. Zu hören bekam das Publikum eine Bearbeitung für Gitarre von Bernhard Trabold "Cello Suite Nummer 1", davon die Sätze Prelude und Allemande.
Die "Young musicians" spielten dann "Wir wollen Frieden", ein Lied von Detlev Jöcker als ein Beispiel für Sehnsucht nach weihnachtlichem Frieden für die Welt. Weiterhin sang die Chorgemeinschaft eines der sieben Marienlieder von Johannes Brahms, komponiert 1859, ",Gegrüßet Maria" und "Eja, so set den Rosenstrauch" von Hans-Maria Dombrowski.
Jürgen Miko erinnerte nochmals an die Weltjugendtage im August in Köln. Davon boten die "Young musicians" zwei Stücke. Zum einem ein Loblied "Ich lobe meinem Gott" und zum anderen das Mottolied des Weltjugendtages "Venimus". Nachdem vor die Cello-Suite auf der Gitarre vorgetragen wurde, hörte das Publikum die wohl bekannte Air-Suite als Violinsolo von Johann Sebastian Bach. Das Geigesolo spielte Daniela Süssenbach, Thorsten Schmitt auf dem Keyboard. Das "Gegrüßet seist du Maria" einmal anders und etwas ungewohnt von afroamerikanischen Gospels geprägt und Stücke aus der Krimikomödie "Sister Act" brachten dann wieder die "Young musicians" zu Gehör.
Dann wurde der Versuch, ein Gospel mit einem deutschen Text zu verbinden realisiert: "Ruft weithin über Berge, meine Seele preist die Größe des Herrn". Das Magnifikat, der Lobgesang Mariens, welches Stück würde sich besser eignen, drei Tage nach dem Marienhochfest das Konzert zu beschließen. Das vom Chor und den "Young musicians" zusammen vorgetragene, von Alan Wilson vertonte Magnifikat ist ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, dass bewährte Texte neu vertont sehr wohl ihren Reiz haben.
Am Ende des Konzertes gab es für die Akteure viel Beifall vom Publikum. Zum Schluss sang man noch gemeinsam das Lied "Macht hoch die Tür". hape
© Fränkische Nachrichten - 15.12.2005